Metallica - Death Magnetic Tour
… es war am Samstagabend, als ca. 15.000 eingefleischte Fans auf das übliche Abendprogramm verzichteten, um sich in der Stuttgarter Schleyer-Halle Ohrenschmaus auf die harte Tour zu besorgen.
Die „alten“ Herren von Metallica gaben sich die Ehre.
Früher hätte mich NICHTS! auf ein solches Konzert bringen können. Lieber hätte ich einen Silvesterknaller in meinen Ohren explodieren lassen. Heute sehe ich die Sache etwas differenzierter. Natürlich ist ein großer Teil der Fans heute in einem Alter, in dem ihnen der Job tagsüber eine Krawatte um den – heute Abend lederbebänderten – Hals und die Tattoos unter die Hemdsärmel zwingt.
Das schließt per se schon mal aus, dass man montags mit einem Auge zur Arbeit kommt, das die consultant-blaue Farbe des Hemdes an Intensität in den Schatten stellt. Das bedeutet für mich als alten, klaustrophobischen Nicht-Konzert-Besucher die Möglichkeit, einen Stehplatz im Innenraum in Anspruch zu nehmen.
Zugegeben, meine drei befreundeten Begleiter machten mir die Sache wirklich auch extrem viel einfacher. Zumindest in der Gewöhnungsphase 😉
Zur Musik gibt es nur eines zu sagen:
Hier die Setlist laden und LAUT hören. Das pustet den Kopf durch und schafft eine gewisse „offene“ Leere.
Gespielt wurde viel Neues, aber auch die alten Stücke kamen nicht zu kurz. Meiner Meinung nach bot man dem geneigten Hörer das Ganze in einem recht aromatischen Mix dar. Mir persönlich wurde es in den ersten drei Reihen dann doch etwas zu stressig, und ich habe mich in die Mittelfront zurückfallen lassen. Hier zeigten die Besucher etwas weniger Einsatz beim Headbanging, nahmen dafür mehr Rücksicht auf diesen oder jenen extern am Körper angebrachten Baustein der Natur.
Gut gefallen hat mir auch das Arrangement der Bühne in der Mitte der Halle. Das ermöglichte einem breiteren Publikum den „Erste-Reihe-Effekt“. Durch die Agilität der Band wurde der Raum, den die Bühne bot, sehr gut genutzt, und man hatte nie das Gefühl, dass Metallica für die jeweils andere Seite der Halle spielte.
Nach 2,5 Stunden in der von Pyrotechnik und vor allem durch schwitzende Körper aufgeheizten Schleyer-Halle senkten sich die metallenen Särge ein letztes Mal den Massen entgegen. Metallica wünschten ihren Gästen mehrfach eine gute Nacht und verließen unter tosendem Applaus die Bühne.
Sollten Sie nach Ihrem Hörgenuss ein leichtes, aber beständiges Rauschen oder Fiepen hören, so ist das ein gutes Zeichen. Ihr Hirn beginnt wieder zu denken.
Fazit:
Alles in allem ein gelungenes Konzert. Alles war pur: die Musik, das Bier, der Schweiß und seien wir ehrlich: „Nothing else matters“.
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